Geschichte

Kurze Geschichte des Schlosses Mirosov.

In der ersten Hälfte des 16 Jahrhunderts gehörte Mirosov Ferdinand Gryspek von Gryspach, der hier wahrscheinlich den Renaissancesitz mit dem Hof und Brauerie gebaut hat. Da er ohne direkte Nachkommen starb, verkaufte sein Bruder den Grundbesitz dem Adam Vrastislav von Mitrovic am Anfang des 17 Jahrhunderts. Sein Enkelsohn Jan Antonin wurde zum Grafen erhoben und fing an eine repräsentative Residenz zu bauen. Mit dem Aufbau des Barokschlosses ist er in Schulden geraten und das Schloss wurde in Zwangsverwaltung übernommen. Im Jahre 1725 kaufte den Grundbesitz die kaiserliche Hofkammer. Zu dieser Zeit war das Schloss leer, im verfallenen Zustand, mit zerbrochenen Fenstern. Der damalige Verwalter liess alles reparieren, und Wohnungen und Kanzleien einrichten. Vom Jahr 1834 ab hatte im Schloss das k.k. Bergbauamt seinen Sitz, und die Räume wurden als Wohnungen und Kanzleien benutzt. Nach dem Jahr 1868 wechselte das Schloss mehrmals seine Besitzer. Im Jahr 1890 kaufte den Grundbesitz die Mirosov Bergbaugesellschaft. Ihr langjähriger Diretkor war Jan Fitz. In den Jahren von 1893 bis 1897 wurde das Schloss mit grossen Kosten gründlich repariert. Unter anderem war neue Fassade und neues Dach eingerichtet, sowohl als auch die holzeingelegten Decken, Täfelungen u. Türen. Fitz kaufte den Besitz später von der Bergbaugesellschaft u. nach seinem Tod kaufte ihn Max Maendl in Versteigerung. Maendl's Sohn Josef übernahm den Besitz u. seine Leitung nach dem Tod seines Vaters, aber im Jahr 1939, da er als Jude in Gefahr war, verkaufte er ihn dem Dr Ladislav Feierabend, und ist ins Ausland geflohen.

Dr L Feierabend, Oekonom und Staatsman, musste selbst im Jahr 1940 aus dem Protektorat fliehen, als seine Rolle in der Widerstandbewegnung entdeckt wurde und ihm Verhaftung von Gestapo drohte. Es gelang ihm England zu erreichen, wo er zum Finanzminister in Presidenten Benes's Regierung im Exil ernannt wurde. Nach der Befreiung der Republik im Jahr 1945 kehrte Dr Feierabend nach Tschechoslowaki zurück und fang wieder an den Besitz zu bewirtschaften. Nach dem kommunistischen Putsch im Jahr 1948 wurde er wieder ins Exil gezwungen - diesmal mit der ganzen Familie -, nachdem er der Verhaftung von der kommunistischen Geheimpolizei knapp entkommen ist. Nach drei Jahren in staatlicher Verwaltung wurde Schloss Mirosov im Jahr 1952 mit ganzem Grundbesitz den Staatsgütern übergeben. Im Schloss wurden wieder Kanzleien, eine Küche, und ein Speisesaal eingerichtet. Am Anfang der siebziger Jahre wurde das Schloss auf Zentralzollamt Praha übertragen, das darin Zollschulung errichten wollte. Aber bald fing der Umbau anzuscheitern und das Zollamt hat schliesslich den Plan aufgegeben - leider nicht bevor das Schloss durch Schlechtgeplante Umbauten beträchtlich beschädigt wurde. Das Schloss blieb bis zum Jahr 1991 verlassen und leer; dann wurde es in der Restitution der Tochter von Dr L Feierabend (Hana Ludikar) zurückgegeben, die mit ihrer Familie entschieden hat, dem Gutbesitz eine durchgreifende Restaurierung zu geben. Diese Arbeit geht bis jetzt immer weiter und ist von ihren Sohn Philip Ludikar geführt.

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